Kurze Skigeschichte
Anfangs des 20. Jahrhunderts dürften in Unterschächen die ersten selbstgemachten Skier in „Betrieb“ genommen worden sein.
Mit der Gründung des Skiclubs Unterschächen im Jahr 1924, wurde der Skisport in unserer Berggemeinde aktenkundig. Weitere Skiclubgründungen folgten mit dem Skiclub Urigen 1931 und dem Skiclub Klausen 1936.
Die beiden Skiclubs Urigen und Klausen, sind sogenannte "wilde" Klubs und haben ihre Aktivitäten auf die Klubrennen, Freundschaftsrennen mit befreundeten Klubs und Teilnahmen an Staffetten begrenzt.
Hingegen wurde der Skiclub Unterschächen schon früh, Mitglied beim Urner Skiverband, beim ZSSV und beim SSV. Er hat in allen Bereichen des Skisportes gute Skisportler hervorgebracht. Mitglieder des SC Unterschächen haben im Alpinen und Nordischen Bereich, an Urner- und Zentralschweizerischen Titelkämpen, immer wieder Medaillien erkämpft und auch an Schweizer Meisterschaften sind schon mehrere Male Unterschächener Namen in den Ranglisten gestanden.
Der Skiclub Unterschächen hat aber auch als Organisator viele bedeutende Skianlässe durchgeführt.
Hier eine kleine Auswahl der wichtigsten Anlässe:
Der Neujahrsskitag, bestehend aus Abfahrt und Langlauf, wurde von 1934 bis Anfang der 70er Jahre, 35 Mal durchgeführt
Der Weihnachtslanglauf wird seit 1974 durchgeführt und hat sich in der Zwischenzeit zu einem bedeutenden Zentralschweizerischen Langlauf Anlass entwickelt.
ZSSV Meisterschaften im Langlauf, wurden mehrmals organisiert und durchgeführt.
Die U 16 Junioren Schweizermeisterschaften im Langlauf am 13. und 14. Februar 2010. Die Durchführung dieses Anlasses bildete einen Höhepunkt in der Klubgeschichte.
Für Langlauf und Skitouren hat Unterschächen ideales Gelände und wird von vielen als Geheimtipp wahrgenommen.
Hingegen ist der Aufbau von Skiliften –trotz mehrmaligen Versuchen- nicht von Erfolg gekrönt worden.
In den 60er Jahren wagte Hans Arnold den ersten Versuch mit einem mobilen Skilift im Gunthartig.
Den zweiten Anlauf machten 4 Mitbürger aus Unterschächen mit dem Skilift Urigen-Mysburg. Im Winter 67/68 konnte der Betrieb aufgenommen werden. Im ersten Betriebsjahr war dann auch zugleich der sehr schwere Winter, als in Urigen eine Jahrhundertlawine niederging. Vier Todesopfer und zahlreiche Häuser und Ställe forderte diese Lawine. Vor dem Lawinenniedergang war wegen des sehr schlechten Wetters die Strasse nach Urigen über drei Wochen gesperrt. Nach dem Lawinenunglück hatten die Leute alle Hände voll zu tun und wenige konnten sich am neuen Skilift mit Skifahren vergnügen. So hatte der Skilift schon im ersten Betriebsjahr eine sehr schlechte Ertragslage zu verkraften.
Den dritten Skilift baute die Familie Truschner vom Hotel Posthaus Urigen im Gebiet Götschwyler-Butzen. Dieser Lift hatte als Familienskigebiet einen sehr guten Namen und auch viele kleinere Skirennen kamen in diesem Gebiet zur Austragung.
Alle diese Skilifte mussten leider im Laufe der Zeit, den Betrieb wieder einstellen. Die Kleinheit der einzelnen Skigebiete konnte die Kosten für Anlagen, Pistenfahrzeug, Personal und Wartung nicht genügend decken. Auch der Bau landwirtschaftlicher Erschliessungsstrassen, die auch im Winter geöffnet und befahren wurden, hat zu weiteren Problemen für den Skibetrieb geführt.




